Die Universidad de Montemorelos ist eine christliche Universität und das geistliche Leben spielt hier eine große Rolle. - Dazu passt übrigens auch, dass die meisten Studenten, die man hier trifft, Theologie oder Medizin studieren. - In den Dormitorios gehört Andacht zum täglichen Leben. Die Mädchen singen, es gibt ein bisschen was zum Nachdenken (manchmal verstehen wir sogar etwas!) und oft gibt es noch einen "especial", einen besonderen Vortrag: ein Gedicht oder einen Liedvortrag. Kerstin und ich konnten auch schon zwei deutsche Lieder beisteuern, allerdings nicht gesungen, sondern auf Klarinette bzw. Blockflöte gespielt.
Ansonsten hatten wir die Gelegenheit ganz unterschiedliche Gottesdienste an verschiedenen Orten zu besuchen. Freitags abends ist ein Gottesdienst zum Beginn des Sabbats hier in der Kirche der Universität.
Oft treffen wir uns aber auch mit den anderen Freiwilligen im Instituto de Idiomas, um dort gemeinsam Sabbatanfang zu feiern.
Dann gehört natürlich am Sabbatmorgen der Gottesdienst dazu. Hier ist die Gemeinde so groß, dass es zwei Gottesdienste gibt. Der erste beginnt morgens gegen 8.30. Um 10.00 geht es dann in die Gesprächskreise. Wir haben die Wahl, entweder die Englische Sabbatschule zu besuchen oder in der Kirche in der Spanischsprachigen zu bleiben. Gegen 11.00 beginnt der Predigtteil zum zweiten Mal. Es wird gesungen, stets von Orgel und Flügel gleichzeitig begleitet, es gibt jedesmal eine Geschichte für die Kinder, die ich sehr genieße, weil ich sie relativ gut verstehe, und natürlich eine Predigt. Außerdem wird natürlich gesammelt - und immer stehen vorn Kinder, die das Land repräsentieren, für das gesammelt wird. Häufig singt auch einer der Chöre oder das Orchester spielt - es ist viel los! Dieser Gottesdienst wird gefilmt und in ganz Lateinamerika ausgestrahlt.
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| Die Kirche - mit Repräsetant eines Landes für das Sammeln und Chor. Der Erker oben ist das Taufbecken! |
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| Die Englische Sabbatschule |
Neulich hatten wir die Gelegenheit, mit Leuten hier aus der Gegend und unseren Vorgängerinnen eine kleine Kirche hier in der Gegend zu besuchen. Es war fast wie zuhause mit so viel weniger Menschen! Auch der Ablauf des Gottesdienstes war gar nicht so anders, als wir es kennen.
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| Man beachte das Taufbecken im Hintergrund mit dem aufgemalten Fluss: In den Adventgemeinden werden Erwachsene durch Untertauchen getauft und hier sieht es sicherlich so aus, als geschähe das in dem Fluss. Außerdem sehr aussagekräftig die mexikanische Flagge rechts hinten. |
Letzten Sabbat war eine ganz besondere Aktion: Unser Gottesdienst fand im Rahmen eines "Retiro espiritual" für die Studenten im ersten Semester statt.
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| Unser Gottesdienst-"Raum" |
Gemeinsam fuhren wir mit den Bussen der Universität zu einem wunderschönen Gelände hier in der Gegend. In kleinen Gruppen hatten wir Zeit, gemeinsam über die Bibel zu sprechen, Andacht zu haben, zu beten... Auch Mittagessen gab es dort und am Nachmittag war Zeit über verschiedene Fragen gemeinsam und allein nachzudenken. Eine wunderschöne Zeit um in Ruhe mit Gott und den anderen zusammen zu sein, über Prioritäten nachzudenken, aufzutanken...!
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| Das Gelände "Nueva Esperanza" |
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| Blick über das Gelände auf die nahen Berge |
Sonne satt - und ich hatte meinen ersten Sonnenbrand, der abends bei unseren mexikanischen Freunden einen gewaltigen Lachanfall ausgelöst hat...
Und schließlich gibt es noch einen Sabbatschlussgottesdienst, in dessen Rahmen wir hier vorgestellt wurden - jetzt weiß im Prinzip jeder, wer wir sind...
Jedenfalls ist es hier die Regel, dass sich alle Mädchen zum Gottesdienst sehr schön machen, wie zu einem besonderen Fest - und natürlich tun wir das auch - genau jetzt ist es an der Zeit dazu! Und dann werden wir gleich, wie vor jedem Gottesdienst, mit dem gesamten Campus zur Kirche gehen. Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn alle Studenten und Lehrer in ihren Gottesdienstkleidern einem Ziel zustreben!